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Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. Seine Aktivitäten sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

Aktuelle Erdbeben Schweiz

Verspürte Erdbeben Schweiz

Lokalzeit
Mag.
Ort
Verspürt?
2021-01-22 19:33 3.6 FRANCE-GERMANY BORDER REGION Vermutlich nicht verspürt
2021-01-17 11:27 2.6 Milano I Vermutlich nicht verspürt
2020-12-29 15:36 4.4 3 km W Salizzole (VR) Verbreitet verspürt
2020-12-29 12:19 6.3 CROATIA Schäden möglich
2020-12-25 18:15 2.7 Courmayeur I Vermutlich nicht verspürt

Aktuelle Erdbeben

Lokalzeit
Magnitude
Ort
2021-01-24 09:40 0.8 Chamonix F
2021-01-24 08:29 0.7 Saxon VS
2021-01-24 01:06 1.3 Elm GL
2021-01-23 22:03 0.9 Elm GL

Erdbebenzähler Schweiz

seit 01.01.2021 
000

Earthquake Map of Europe, last 90 days, Mag. 4.5+

Aktuelle Erdbeben ab Magnitude 4.5

UTC-Zeit
Mag.
Ort
2021-01-22 06:57:28 4.5 Crete, Greece
2021-01-21 14:27:03 5.1 CYPRUS REGION
2021-01-20 23:37:57 4.6 Dodecanese Islands, Greece
2021-01-20 07:30:27 4.5 Austria
2021-01-13 09:40:20 4.5 GREECE
2021-01-12 22:56:48 4.7 Greece
2021-01-12 22:29:39 4.6 Greece
2021-01-12 22:09:57 5.2 Greece
2021-01-10 19:53:02 4.5 Turkey
2021-01-09 21:29:10 4.8 Northwestern Balkan Peninsula
2021-01-06 17:01:43 5.0 CROATIA
2021-01-04 14:38:51 4.8 Greenland Sea
2021-01-04 08:37:47 4.7 Iceland region

Earthquake Map of the world, last 90 days, Mag. >= 5.5

Aktuelle Erdbeben ab Magnitude 6

UTC-Zeit
Magnitude
Ort
2021-01-23 23:36:50 6.9 South Shetland Islands
2021-01-21 12:23:05 7.0 Philippine Islands region
2021-01-19 02:46:22 6.4 San Juan Province, Argentina
2021-01-14 18:28:18 6.2 Sulawesi, Indonesia
2021-01-12 02:39:19 6.2 Hokkaido, Japan region
2021-01-11 21:32:59 6.7 Tuva-Buryatia-Mongolia border region
2021-01-10 06:48:20 6.1 Vanuatu Islands
2021-01-10 03:54:14 6.1 Salta Province, Argentina
AKTUELLES

22.12.2020

Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr

17.12.2020

Im Tessin verspürtes Beben bei Mailand

Am Donnerstag, dem 17. Dezember 2020, hat sich um 16:59 Uhr (Lokalzeit) etwa 5 km nordwestlich vom Stadtzentrum von Mailand (I) in einer Tiefe von ungefähr 55 km ein Erdbeben der Magnitude 3.9 ereignet. Bei einem Erdbeben dieser Stärke in dieser Entfernung sind in der Regel keine Schäden in der Schweiz zu erwarten.

Aufgrund der recht grossen Tiefe wurden die Erschütterungen im ganzen Tessin deutlich wahrgenommen. Am Schweizerischen Erdbebendienst an der ETH Zürich gingen in den ersten 30 Minuten nach dem Beben ca. 140 Verspürtmeldungen ein.

Auch wenn Erdbeben unter der Po-Ebene nicht unüblich sind, und auch derart tiefe Beben aus der Vergangenheit bekannt sind, wurden in den letzten 20 Jahren keine Beben mit Magnitude 3 oder grösser im weiteren Agglomerationsgebiet von Mailand aufgezeichnet.

11.12.2020

Eidgenössisches Massnahmenprogramm zur Erdbebenvorsorge feiert 20-jähriges Bestehen

Vor genau 20 Jahren hat der Bundesrat das eidgenössische Massnahmenprogramm zur Erdbebenvorsorge beschlossen, weil Erdbeben trotz ihres grossen Schadenpotenzials in der Schweiz häufig unterschätzt werden. Unter der Leitung der Koordinationsstelle für Erdbebenvorsorge des Bundes, angesiedelt beim Bundesamt für Umwelt, wird das Massnahmenprogramm seither stets weiterentwickelt und im Kompetenzbereich des Bundes umgesetzt. Als Fachstelle des Bundes für Erdbeben hat der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, ein integrales Erdbebenrisikomanagement in der Schweiz zu etablieren.

Ein wichtiger Bestandteil des Risikomanagements, der in den vergangenen 20 Jahren dank des Massnahmenprogramms umgesetzt werden konnte, ist die Erweiterung und Modernisierung des nationalen seismischen Netzwerks. Es besteht heute aus über 200 seismischen Messstationen und ermöglicht, die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im benachbarten Ausland umfassend und in Echtzeit aufzuzeichnen. Dies trägt nicht nur dazu bei, Behörden, Bevölkerung und die Medien im Ereignisfall rasch informieren zu können, sondern ermöglicht auch immer bessere Abschätzungen der Erdbebengefährdung. Laufend aktualisierte und dem Stand von Wissenschaft und Technik entsprechende Erdbebengefährdungsmodelle leisten einen wichtigen Beitrag, um die Erdbebenvorsorge in der Schweiz weiter zu verbessern.

Der Bund möchte die Erdbebenvorsorge weiterhin stärken: Der Bundesrat hat daher an seiner Sitzung vom 11. Dezember 2020 das eidgenössische Massnahmenprogramm 2021 bis 2024 verabschiedet. In den kommenden vier Jahren sollen unter anderem die vorsorgliche Planung im Falle eines Erdbebens und die Qualitätssicherung beim erdbebengerechten Bauen intensiviert werden. Über die Erdbebengefährdung in der Schweiz ist mittlerweile umfassendes Wissen vorhanden und für die Öffentlichkeit zugänglich. Jedoch herrscht noch weitgehend Unklarheit über die finanziellen und persönlichen Risiken, die im Falle eines Erdbebens zu erwarten sind, weil der Einfluss des lokalen Untergrundes aber auch die Verletzbarkeit von Gebäuden noch nicht ausreichend bekannt und schweizweit verfügbar sind. Deshalb entwickelt der SED in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Umwelt und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz derzeit ein Erdbebenrisikomodell für die Schweiz, das im Jahr 2022 veröffentlicht wird. Dieses Erdbebenrisikomodell soll zukünftig als Grundlage für Bund und Kantone dienen, um bei einem Erdbeben eine schnelle Übersicht über mögliche Schäden zu erhalten. Es basiert auf der regelmässig aktualisierten Abschätzung der Erdbebengefährdung, berücksichtigt den Einfluss des lokalen Untergrundes sowie die Verletzbarkeit und den Wert von Gebäuden und Infrastrukturen. Daneben kann das Erdbebenrisikomodell auch von privaten Unternehmen wie Versicherungen genutzt werden, um ihre Einschätzungen und Dienstleistungen zu verbessern.

Weiterführende Informationen:

03.12.2020

Neuer CAS Kurs

Bis am Sonntag, 20. Dezember 2020, können sich Interessierte für den Kurs «Erdbebensicherheit im integralen Naturgefahrenmanagement» anmelden. Dieser Kurs ist Teil des «CAS ETH in Angewandten Erdwissenschaften» (Certificate of Advanced Studies), kann aber auch als Einzelkurs besucht werden.

Kursdaten: 08. und 09. sowie 11. und 12. Februar 2021, online (Zoom)

Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick, wie die Disziplinen Seismologie, Geologie und Erdbebeningenieurwesen bei der Bewertung der seismischen Gefährdung und Schadensminderung durch erdbebensicheres Bauen ineinandergreifen. Verschiedene Methoden zur Standortcharakterisierung sowie die zur erdbebensicheren Projektierung und Überprüfung von Bauwerken notwendigen Eingabedaten und Richtlinien werden im Kurs beleuchtet. Die Teilnehmenden lernen, den Umgang mit der Erdbebengefährdung im Rahmen des integralen Naturgefahrenmanagements einzustufen und setzen sich mit der Problematik erdbebeninduzierter Naturereignisse auseinander.

Die Kurse der Modulgruppe Geo-Risiken werden in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Erdbebendienst organisiert und durchgeführt.

Weiterführende Informationen:

THEMEN

Erdbeben

Hilfe, die Erde bebt!

Hilfe, die Erde bebt!

Erdbeben lassen sich nicht vermeiden. Allerdings besteht die Möglichkeit, die zu erwartenden Schäden mit relativ einfachen Mitteln zu verringern. Informieren Sie sich über das empfohlene Verhalten vor, während und nach einem starken Erdbeben.

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Wissen

Erdbebenland Schweiz

Erdbebenland Schweiz

In der Schweiz ereignen sich zwischen 1'000 und 1'500 Erdbeben pro Jahr. Von der Bevölkerung tatsächlich verspürt werden etwa 10 bis 20 Beben jährlich. Diese weisen in der Regel Magnituden von 2.5 oder mehr auf. Im langjährigen Durchschnitt ereignen sich 23 Beben pro Jahr mit einer Magnitude von 2.5 oder grösser. Erfahren Sie mehr über die Naturgefahren mit dem grössten Schadenspotential in der Schweiz.

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Alarmierung

Jederzeit informiert

Jederzeit informiert

Sie möchten stets auf dem Laufenden sein? Hier finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Informationsangebote des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED).

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Wissen

Erdbebengefährdung

Erdbebengefährdung

Erdbeben sind die Naturgefahr mit dem grössten Schadenspotential der Schweiz. Sie lassen sich bisher weder verlässlich vorhersagen noch verhindern. Dank intensiver Forschung ist aber mittlerweile viel darüber bekannt, wie oft und wie stark die Erde an bestimmten Orten in Zukunft beben könnte. Erkunden Sie in unserem interaktiven Webtool anhand unterschiedlicher Karten, wie wahrscheinlich bestimmte Erdbeben in der Schweiz sind.

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Forschung & Lehre

Forschungsfelder

Forschungsfelder

Wir werden oft gefragt, was die Mitarbeitenden des SED machen, wenn es nicht gerade bebt. Die Antwort lautet: Sie forschen. Woran, beleuchten verschiedene Forschungsfelder, die zentrale wissenschaftliche Aktivitäten des SED kurz und bündig beschreiben.

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Über uns

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Schweizerischer Erdbebendienst (SED)

Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich ist die Fachstelle des Bundes für Erdbeben. In dessen Auftrag überwacht er die Erdbebenaktivität in der Schweiz sowie im grenznahen Ausland und beurteilt die Erdbebengefährdung in der Schweiz. Im Falle eines Erdbebens informiert der SED die Öffentlichkeit, Behörden und Medien über den Ort, die Stärke und mögliche Auswirkungen. Die Aktivitäten des SED sind in das eidgenössische Massnahmenprogramm Erdbebenvorsorge eingebunden.

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Erdbeben

Erdbebenüberwachung

Erdbebenüberwachung

10 bis 20-mal pro Jahr spürt, hört oder liest man, dass sich in der Schweiz Erdbeben ereignen. Die meisten Beben, die der Erdbebendienst jährlich aufzeichnet, bleiben aber von der Bevölkerung unbemerkt. Sie liegen unter der Spürbarkeitsgrenze und können nur mit sensiblen Messgeräten erfasst werden. Der Schweizerische Erdbebendienst betreibt ein Messnetz mit über 200 seismischen Stationen über die ganze Schweiz verteilt.

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Forschung & Lehre

Produkte & Software

Produkte & Software

Zugang zu seismischen Daten und verschiedenen Softwareapplikationen finden Sie auf unserer Produktseite.

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