Seit mehr als zehn Jahren informiert das Naturgefahrenportal des Bundes (www.naturgefahren.ch) die Bevölkerung über die aktuelle Naturgefahrenlage in der Schweiz. Damit das Portal auch zukünftig den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer gerecht wird, haben es die Naturgefahrenfachstellen des Bundes überarbeitet: Warnungen und Meldungen sowie die Informationen zu Gefahrenstufen und Verhaltensempfehlungen sind übersichtlicher gestaltet und leicht auffindbar.
Auf einer Übersichtskarte sind die aktuellen Warnungen und Meldungen für zurzeit zwölf verschiedene Naturgefahren wie Hochwasser, Lawinen, Regen oder Erdbeben abgebildet. Zusätzlich gibt es für jede Naturgefahr eine eigene Warnkarte. Diese sind alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Nur bei Erdbeben gibt es keinen Zeitstrahl, sondern den Hinweis «aufgetreten am» mit dem entsprechenden Datum. So wird klar, dass sich die abgebildeten Erdbeben bereits ereignet haben und keine Prognose darstellen.
Ein gemeinsames Verständnis der Gefahren und eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen den Behörden und der Bevölkerung sind entscheidend, damit Warnabläufe reibungslos funktionieren. Verhaltensempfehlungen, basierend auf den Gefahrenstufen, ergänzen deshalb die Warnungen auf dem Naturgefahrenportal. In besonders kritischen Lagen veröffentlichen die Fachstellen auf dem Portal zudem sogenannte Naturgefahrenbulletins mit fachlich vertiefteren Informationen und Experteneinschätzungen zur Naturgefahrenlage.
Das Naturgefahrenportal wurde unter der Leitung des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz zusammen mit den weiteren Naturgefahrenfachstellen des Bundes, d.h. das Bundesamt für Umwelt BAFU, das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF und der Schweizerische Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich, überarbeitet. In einem nächsten Schritt folgen zentrale Inhalte in Leichter Sprache und Informationen in Gebärdensprache sowie weitere inhaltliche Anpassungen.